Corona 513

Wenn man sich über den aktuellen Stand der Lage im Ahrtal informieren möchte, schaut man am besten bei der Rhein Zeitung nach. Da sieht man, dass nichts vorbei ist.
Doch zur Zeit bin ich weit weg.

Wo ich immer schon mal hin wollte….
Dazu gehören die Stellen, wo was ausgebrütet wird.
Sei es ne Straußenfarm, ein wissenschaftliches Institut oder eben eine Parteizentralen.
Dazu gehört auch diese Stiftung, bitte nach links.

Das Kloster Banz ist umgebaut zu der CSU-nahen Hanns Seidel Stiftung. Ich musste ihn auch erst googeln.
Unten war ein Biergarten angekündigt, oben auf dem Berg waren dann nur die Toiletten offen, und die wunderschöne Kirche.
Das Denkmal für einen großen Helden steht direkt am Parkplatz.

Franz Josef Strauss war ein begnadeter Redner, aber auch a Hund.
Eigentlich habe ich mit einem Devotalienhandel gerechnet.
Sogar was für den sommerlichen Badeausflug ist dabei. Doch wem soll ich was mitbringen? Seit mein Vater nicht mehr lebt, kenne ich keinen leidenschaftlichen CSU-Anhänger mehr. Und er konnte sie nicht mal wählen.

Wer mag…..

Wie kriege ich jetzt die Kurve zu einer ordentlichen Musik?

Corona 512

Dieser Bericht war Tagesthema in der Rheinzeitung vom 24. Juli 2021. Sie müssen ihn nich lesen. Ich jedenfalls war sehr beeindruckt.

Gestern wäre Paul Watzlawik 100 Jahre alt geworden. Sie kennen ihn sicher von dem Buch “Anleitung zum Unglücklichsein“. Oder eben wenn Sie was Pädagogisches, Sprachliches, Therapeutisches oder Kommunikatives studiert haben.
Ich verdanke ihm viel, ich habe durch ihn verstanden, was Kommunikation bedeutet.
Ich verdanke ihm ebenfalls die Hammergeschichte und die paradoxe Intervention.
Einen guten Überblick bietet die Sendung des SWR2, hier das Manuskript.

In Bamberg waren heute so viele Menschen unterwegs, ohne Abstand, ohne Maske, dass es ein Graus war. Viele Touristen waren aus Spanien und der Tschechien. Es sprachen auch einige Englisch. Eine Frau schrie uns vom Fahrrad aus ins Auto an: Es gibt keine Parkplätze hier in der Stadt! Sie mag wohl keine Touristen. Wir haben jedenfalls schnell einen gefunden.
Wir sind nur kurz geblieben und dann auf eine Burg drumrum gefahren, ohne Menschen aber mit viel Aussicht.

Corona 511

Ein Glück: das Gewitter war nachts und jetzt ist wieder eitler Sonnenschein.
Frühstück wie immer draußen.
Daran muss ich mich erst wieder gewöhnen. Menschen erzählen Banales am Frühstückstisch. Ob sie es sonst auch tun, kann ich nicht beurteilen.
Heute war es eine Mutter, die die Schullaufbahn ihres Sohnes engmaschig betreut. Lateinnoten, Aufgabenblätter während Corona, Kommastellen für die Zeugnisnotenberechnung. Das Kind geht mal zum BND, kennt alles von zuhause.
Gestern und vorgestern saßen an den Nachbartischen versprengte Familienmitglieder vom Fest in der Nacht davor.
Und beides Mal waren sehr liebe freundliche Lehrerinnen darunter, die versucht haben, ihren Beruf der Restverwandtschaft zu erklären. Sie haben es gut gemacht, alle beide.
Doch ich habe die Gesichter der Verwandten gesehen.
Und gedacht: Frau, lass es! Es ist der Mühe nicht wert.
Sie denken immer noch: diese faule Nuss hat kaum Arbeit und viel Ferien.

Ich sage mittlerweile kaum noch, was ich arbeite.
Im nahen beruflichen Umfeld des Mannes wissen sie es, im entfernten geht man nicht davon aus, dass ich überhaupt arbeiten gehe. Man redet dann über meinen Kopf hinweg über mich, als ob ich eingeschränkt in der Wahrnehmung wäre. Oder nicht da. Ab und an platze ich, meist aber schaue ich gelangweilt durch die Gegend. Es gelingt mir gut.
Ab und an kommt es raus. Lehrerin. Dann wird gefragt, ob ich Grundschullehrerin sei. Nein. Hauptschule? Realschule? Nein, Gymnasium. Dann kommt unweigerlich die Frage nach den Fächern. Was? So schwere Fächer?
Für eine Frau doch ungewöhnlich!
Für mich sind sie aber leicht. Ich möchte nicht Ethik und Religion unterrichten, das fände ich schwer.
Wenn das Gespräch jetzt weiter geht, eskaliert es regelmäßig. Und das möchte ich nicht. So bin ich einfach still.
Im Urlaub lässt es sich manchmal nicht vermeiden, Gespräche mit zufällig anwesenden Deutschen zu führen.
Auf dem Nil von Kairo nach Luxor, da habe ich übrigens den Blognamen erfunden, trafen wir auf eine überaus reizende Familie. Wir unterhielten uns blendend über eine Woche lang, ohne gegenseitiges Abfragen der Lebenssituation. Am letzten Abend kam es dann zufällig raus, der Mann arbeitete im erweiterten beruflichen Umfeld meines Mannes, die Frau hatte genau die selben Fächer wie ich an der selben Schulform.
Wir haben sehr gelacht.

Eine Frau, die es nicht nicht aufgegeben hat, den Menschen klares und logisches Denken nahezulegen.

Aus der Reihe: Frauen sprechen Kompliziertes locker aus.
Supercalifragilisticexpialigetisch

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