Corona 169

In einem Film zu sein, und doch Handelnde.
Eine absurde, eine furchtbare Situation, die sich über Stunden und dann in der Nacht als wahr und absolut untragbar erweist.
Am Morgen dann andere benachrichtigen, mit einem Menschen reden, der alles bestätigen kann, abwägen, ob man die Polizei holt. Davon absehen. Trotzdem konsequent sein, an die Folgen denken, und alles wenn möglich ohne Aufregung abschließen.
Da der Mensch, um den es geht, geschützt werden muss, um jeden Preis. Hilfe von allen Seiten bekommen. Die Kavallerie einberufen. Und immer daran denken, behutsam zu sein.
Ein wahrer Alp!
Jetzt ist Ablösung da und passt auf.

Hoffnung ist immer. Und ich denke, der Weg ist gut.

Corona 168

Ein Tag, an dem ich jemanden beschützen will.
Ein Tag, an dem ich konsequent sein muss.
Ein Tag, an dem man mir nicht die Wahrheit sagt.
Ein Tag, an dem ich mich auf mich verlassen muss.

Und dann begegnet mir noch das.
Eine Kopie der Ruine von Glendalough. Ein bezaubernder Ort in der Nähe von Dublin. Wirkungsort des Heilige Kevin (ja, genau der, nach dem alle Kevins benannt wurden).
Und hier mitten im Fränkischen.
Vielleicht wird doch alles gut.

Corona 167

Als ich zum ersten Mal in meinem Leben in Irland war, war es nachts 1 Uhr und auf dem Flughafen in Dublin war schon alles zu, als unser Flugzeug landete. Irgendwo stand ein Auto für uns, irgendwo gab es ein gebuchtes Hotel.
Hilfsbereite Menschen tauchten auf, die uns weiter halfen. Sie waren unglaublich warmherzig. Ich hatte das Gefühl, hierher zu gehören, nach Irland. Und das habe ich immer wieder, wenn ich dort bin.

So gab es heute wieder einen Film über Irland, eine sehr gute Zusammenfassung der Irischen Geschichte, voller Leid und voller Widerstandkraft. Ich kenne nur Versatzstücke, stand schon in der Post in Dublin und unter dem Portrait von Bobby Sands, bin die Peaceline in Belfast abgelaufen und habe mitten in der Nacht Lieder mit „Bloody britisch“ mitgegröhlt. Doch hier verstand ich vieles neu.

„Blutige Grenze“ auf ARTE

Ein Journalistenname kam mir im Film bekannt vor:
Derek Scully. Er hat sich damals nach dem Spiegelartikel mit Marie Sophie Hingst getroffen, und dann sehr menschlich reagiert. Und hat dann nichts über sie geschrieben..
Ich habe sie kennen gelernt und auch getroffen. Und es tut immer noch weh, dass ihr Leben so zu Ende gegangen ist.