Corona hundertundacht

Ein Tag wie eine Seifenoper, lauter unglaubliche Handlungsverläufe mit noch unglaublicheren Schwenks.
Und jetzt bin ich noch müder. Und sehr sehr wehmütig. Noch ein Abschied auf Zeit, dafür aber ein anderer Mensch dazu.
Viele viele Organsiationstelefonate, irgend etwas wird klappen.
Ich mag nicht mehr.

Ein Drittel der sozialversicherten Beschäftigten in Deutschland steht unter Kurzarbeit. Viele in der Autoindustrie und fast 90 Prozent im Gastgewerbe arbeiten kurz.
Die Arbeitlosenquote ist um 1 Prozent gestiegen, in Urlaubsgebieten um 3 Prozent, in Berlin um ca. 2,5 Prozent.

Gestern habe ich nur Fotos von griechischen Inseln angeschaut. Und bin wieder auf Hydra gestoßen. Diese Insel ohne Autos, ohne Plastikstühle und ohne Hotels. Mit den höchsten Immobilienpreisen Griechenlands. Dort hat Leonard Cohen diese Lied geschrieben. Vor seinem Fenster wurde in neues Stromkabel gezogen, und am nächste Morgen saß ein Vogel drauf.

Corona hundertundsieben

Ein fauler Sonntag mit einer immer noch nicht ausgebrochenen Migräne im Kopf. Ruhe, Ruhe, Ruhe. Das lässt die Spannungen und den Schwindel aushalten.
Ich hasse das!
Ein kurzer Spaziergang ist möglich und mühsam.

Die Zahl der Coronainfizierten weltweit ist heute auf 10 Millionen gestiegen, die der Toten auf 500.000.
Ich denke, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist, vor allem in Afrika und Brasilien. Und die, die Kontakte nach Russland und Kasachstan haben, sagen, dass es dort ganz schlimm sei.
Vielleicht muss überall noch ne Null dahinter, dass die Zahlen stimmen.

Unsere Aufgabe über den Sommer wird sein, uns selbst bei Laune zu halten und auf uns aufzupassen.
Zur guten Laune gehört auch die Frisur.
Eine Empfehlung für die sommerliche Haarfarbe:
…..blond wie eine Semmel sein…

Wenn schon Fendrich Wochen sind, hier noch ein Interview zu seinem Geburtstag

Corona hundertundsechs

Es ist knallwarm draußen. Die Wolken türmen sich, ohne dass es regnet. Die Kirschbäume sind voller Früchte.
So viele können wir nicht essen. Und Marmelade mache ich ungern. Das Entsteinen, eine Sauerei, wissen Sie!

Auf der Coronaseite der Johns Hopkins Universität sieht man, dass Deutschland auf Platz 15 abgerutscht ist. Pakistan und die Türkei haben uns bezüglich der Infiziertenzahl überholt. Jetzt robbt sich Saudi Arabien heran. Dort sieht es sehr nach zweiter Welle an. Die USA und Brasilien erleben 35.000 Neuinfizierte pro Tag. Unglaublich!

Die Kollegen beschweren sich, dass sie im Lockdown zugenommen haben. Bei der Zeugniskonferenz konnte ich die neuen Silhouetten betrachten. Es stimmt: es sind einige Bäuche dazu gekommen und die Hosen sitzen sehr straff.
Ich schäme mich ein bißchen. Bei mir ist es umgekehrt.
Alles wird weiter. Wir gehen nicht mehr essen, es gibt keine Schokobanane im Café und die Kuchen und Pralinen im Lehrerzimmer fallen auch weg. Wir spazieren viel durch die Gegend. Meine Kocherei besteht schon immer aus viel Gemüse, Fleisch und Salat. Zuhause esse ich Obst und Jogurt. Anscheinend genügt das.
Ansonsten könnte ich den ganzen Tag schlafen, so erschöpft bin ich.

Dieses Lied singt Herr croco seit heute Morgen.
Ich weiß nicht genau, was er damit ausdrücken will.