Twitterlieblinge im Juni 2020

Mehr Tweets gibt es bei Anne

Corona hundertundelf

Für eine Weile höre ich mit dem täglichen Bloggen auf. Die Ferien fangen an, nach 111 Tagen voller seltsamer Ereignisse. Heute waren noch Abschiede zu betrauern, voller weher Herzen standen wir da. Und ich habe Wochen vor mir, die mich fordern, überfordern. Ich mute mir zu viel zu. Ich merke das, doch ich kann nicht anders.
Es fügt sich alles, sagt eine Freundin.
Hoffnung wächst auch auf Schotter.

Auf diesem Konzert war ich. Wir Zuhörer verschmolzen zu einem Wesen. Es war wunderbar.

Im August fängt alles neu an.

Corona hundertundzehn

Dieser Tag ist die Steigerung aller anderen.
Mein Geisteszustand wird langsam bedenklich. Heute habe ich die Büchertasche in der Schule gelassen, dafür die Fernbedienung für den Beamer in die Handtasche gepackt.

Die Menschen wollen reisen, egal wohin. Ganz aufgeregt erzählen sie von Ostsee und Nordsee, vom Campen und einer Ferienwohnung. Und dass alles belegt ist. Und teuer.
Dann passt bloß auf, dass kein Schlachthof in der Nähe ist, sagt Herr croco.

Die Republikaner in den USA erkennt man an den fehlenden Masken, sag der Freund am Telefon.

Morgen ist mein letzter Schultag. Freitag ist Klassenlehrertag. Dann sind es genau 111 Tage seit dem Beschluss, die Schulen zu schließen. Was für eine lange Zeit!
Jetzt sind Ferien und ich habe ganz andere Aufgaben.
Ich muss einem Menschen helfen, wieder zuhause zurecht zu kommen. Ich suche und finde Hilfe, alleine schaffe ich das nicht.
Es wird schwer und ob es gelingen wird, ist fraglich. Doch ohne Zuversicht ist alles nichts.

Nachtrag:
Diese Meldung zum Impstoff ist von gerade eben. Gibt Hoffnung!