Schuhe lügen nicht!

Und ich dachte, eine Stunde im Schuhmuseum in Hauenstein genügt völlig.
Aber was gab es da alles zu sehen! Von den ursprünglich Fußbekleidung, also Ötzi und Phoenizier über Römer, Mittelalter, Barock und ganz viel heute.
Japanische Stelzenschuhe, Stiefel für die Moorstecher, Schuhe berühmter Menschen, alles was man sich nur denken kann, ist da.
Wussten Sie, dass die spitzen Lederschuhe von Tyll Eulenspiegel eigentlich immer auf Holzschlappen getragen wurden? Das feine Leder kam nicht mit dem Matsch in Berührung.
Und dann die ganzen Geräte und Maschinen, die man im Laufe der Zeit erfunden hat, sprengen alle Vorstellungen.
Ich fange mit den Stiefeln an, die Pierre Brice in Winnetou getragen hat, daneben die Cowboystiefel vom Ruhrpottrüpel Schimanski.
Seltsam ist das Gefühl, diese Schuhe anzuschauen. Man ist den Menschen plötzlich sehr nah. Schuhe lügen nicht! Man sieht, ob jemand Wert auf Eleganz oder eben Stabilität legt. Man kann ein bisschen in das Innere schauen.

Etwas Schuhpsychologie und plötzlich stellt man fest, wie man selbst fehlurteilt.

Conny Froboes und Peter Kraus, ein Traumpaar der 60iger haben die Schuhe zertanzt.

Katie Perry, Kylie Minogue und Annie Lennnox, alle signiert.

Besuchen Sie das Museum, es lohnt sich.

Angelas Schuhe


Dafür liebe ich Angela Merkel

Das sind ihre Schuhe (die oberen). Sie hat kleine Füße.
Links unten sind die von Manu Dreyer, dann ein Schuh von Hans-Dietrich Genscher, Joschka Fischer und Helmut Kohl.

Und das ist ein Buch über sie. Es liegt hier im Hotel.

Wir waren im Schuhmuseum und ich bin sehr begeistert.
Morgen mehr, heute musste ich dringend die Sonne genießen. War das ein schöner Tag!

So eine schöne Geschichte

Junger Mann begreift spät

Spirito del carnevale

Karnevalmäßig bin ich genetisch schwer belastet. Beides Mal ist es die alemannische Fasnacht, mit der ich aufgewachsen bin, allerdings als Zuschauerin. Als ziemlich desinteressierte Zuschauerin.
Schon als Kind war mir das alles zu viel, zu laut, zu rau. Ich hab’s nicht so mit Hexentanz und traditionellen Kostümen, die in der Familie über Generationen vererbt werden. Mein Großvater, den ich nie kennen gelernt habe, hat Masken geschnitzt und ich hab sogar eine.
Ab und an verkleide ich mich gerne. Mir fehlt nichts, wenn ich es nicht tue. Ich muss mich nicht an speziellen Tagen ausleben, um dann den Rest vom Jahr graue Maus zu spielen. Wenn mir nach bunt ist, gibt es bunt.
Dass man schon in Mesopotamien wilde Feste feierte, bei denen alle gleich waren, wusste ich nicht.

Was ich interessant finde, ist, wie der Karneval weltweit begangen wird.

Karneval anderswo geht auch mit Babypuder

Oder halt mit Putin auf lustig

Oder wie in Glastonbury im letzten Jahr?

Und noch einer.Hier bitte.

Altes Weib macht kleinen Hund kaputt

Junges Weib macht Kleinkunst

Und ich liege hier im Karnevalflüchtlingshotel und verdaue ein wunderbares Abendessen. Es steht noch Kuchen rum als Willkommensgruß. Ich vermute, er überlebt die Nacht nicht.