Corona 400

Weiter Vorhänge gewaschen und gebügelt.
Und mich mit Lesen beschäftigt.
Es macht Spaß, eine Fahrt zu organisieren, Mails zu schreiben, Routen zu überlegen, ein Programm zusammenzustellen, das die Schüler und Schülerinnen fasziniert.
Horizonte außerhalb der gewohnten Wege und Sichtweisen. Dafür mache ich das.

Dann haben wir noch den Film Bookclub angeschaut. Vier ältere Damen, berühmte Schauspielerinnen spielen sie,lesen in ihrem Buchclub Fifty shades of grey. Das Buch habe ich im übrigen nur angelesen und fand es wenig originell. Und in einem recht platten Stil geschrieben. Das hätte mich warnen sollen.
Jedenfalls ist die Handlung sehr unglaubwürdig, obwohl Diane Keaton und Jane Fonda mitspielen. Das Buch jedenfalls beeinflusst das Liebesleben dieser vier Damen. Die eine traut sich, einen Mann aus einem Datingportal zu treffen, die andere verabreicht ihrem Mann heimlich Viagra. Die Dritte trifft ihre Jugendliebe wieder, misstraut aber grundsätzlich Männern und der Liebe. Und die vierte trifft im Flugzeug einen Mann als Nebensitzer, der sich als vermögender Pilot entpuppt. Er hat eine Villa in der Sonora Wüste, übrigens die beste Stelle im Film. Die Landschaft ist zum Sterben schön. Naja, es sortiert sich wieder richtig und keine fesselt einen mit Kabelbindern.
Was schön ist, ist die Musik. Und ich habe festgestellt, dass ich mein Leben lang ein Lied falsch verstanden habe.
I believe in mircos.
Das hören Sie doch auch, oder? Oder?

Zur Feier des 400. Beitrages wird heute Corona ignoriert.

Corona 399

ImpfImpfImpf.
Das Thema neben Herrn Laschets Brücke.
Und das Saarland macht gerade wieder Geschäfte und Kneipen auf.
TestTestTest.
Jeder macht jetzt ne Bude auf, DM, Lidl, ne Freikirche. Alle bieten Tests an.
Die Bundeswehr bietet den Bundesfreiwilligendienst an. Sie bekommen 1400€ pro Monat, die Bufdis bekommen 300€. Die lernen aber auch nicht Schießen.

Bin immer noch von einer allumfassenden Lahmheit befallen. Zum Vorhänge waschen reicht es gerade. Draußen liegt Schnee. Er hat auch das blühende Pfirsichbäumchen eingepudert. So wird es keine Pfirsiche geben in diesem Jahr.

Über das Jahr hat man all die Träume vergessen.
Das ist wie Schmerzen haben. Man will nur noch, dass sie weg gehen.

Langsam hasse ich mein Arbeitszimmer. Ich betrete es nur noch widerwillig. Vielleicht ziehe ich mal ne Weile ins Wohnzimmer um. Aber dann ist das auch verbrannt.
Ich freue mich so auf wärmeres Wetter. Vielleicht kann ich dann draußen arbeiten. So ein bisschen vorfreuen tut gut.

Eine kleine Vorfreude auf sechs weitere Brücken nach der Laschet’schen kommt von Karat.

Corona 398

Herr Laschet ist fertig mit Nachdenken und erfindet einen Brücken-Lockdown. Er müsste vielleicht doch noch ein etwas weiter nachdenken.

Vor kurzem habe ich mich ein bisschen aufgeregt darüber, dass im Wohngebiet die Kinder in Klumpen herumlaufen und der Bolzplatz voll ist. Vor den Häusern hatte man den Eindruck, die einzige Person, die kommen darf, drei Autos dafür braucht. Man stand auch in Gruppe und tratschte. Nun, in zwei Häusern ist jetzt Covid und die Polizei fährt rum und schaut, ob die Quarantäne auch eingehalten wird. Der Bolzplatz ist leer und es sind keine Kinder mehr da, die sich klumpen können. Dafür schleicht immer mal einer zum Mülleimer.

In Brasilien sieht es schlimm aus. Es sind keine Impfstoffe bestellt worden, man verfolgte das Modell der Durchseuchung. Manaus im Amazonagebiet war der Ort mit der höchsten Coronainfiziertenanzahl in ganz Südamerika.
Und so sieht es mit dem neuen Crocona-Virus P1 in Manaus aus

Und hier wollen ganze Regionen die Geschäfte wieder öffnen.Taugt Tübingen als Modell? Nein, natürlich nicht. Der wissenschaftliche Ansatz ist etwas spärlich angelegt, man krakeelt was ganz anderes in die Welt hinaus.
Diese ganze neoliberale Denke geht mir so auf die Nerven. Viele reden, als ob Christian Lindner ihnen im Gehörgang sitzt.

Heute habe ich das gemacht, was man am Ostermontag so macht: Backofen und Bleche geputzt. Herr croco weigert sich, die Backofentür auszuhängen. Und alleine geht das beim besten Willen nicht.

Ansonsten schaue ich weiterhin Flippingserien. Ich habe jetzt die Truppe gewechselt, weil die anderen beiden eh nur Türen schwarz antstreichen und um die Kamine rum dramatische Vintagerahmen basteln. Scheint so der heilige Platz im amerikanischen Haus zu sein. Ein Haus haben sie sogar ganz eingerissen, aus Versehen. Und bei der Penthousewohnung hab es fürchterlich Ärger, weil die schwebende Treppe Schrott war.
Was ich mag, ist der Holzhammer, mit dem sie alles zerdeppern. Peng zack Schrott. Bei den Häusern geht das auch, sie bestehen im Grunde nur aus Trockenbau.
In der neuen Serien sind wenigsten Fledermäuse auf dem Dach. Und es wird bunt im neuen Haus. Die neuen Eigentümer sind sehr viel begeisterungsfähiger. Ben und Erin mögen sich und sind nicht so auf edel aus wie Alison und Donovan von gestern.
Ob ich das wollen würde, dass mir jemand mein Haus einrichtet? Und dann müsste ich begeistert sein, wenn man mir schwarze Duscharmaturen einbaut?
Ja, ich weiß, diese Serien sind alle geskriptet.
Ob die Leute später tatsächlich da drin wohnen?
Bei Kristen und Kelvin sieht es ein bißchen so aus. Kristen macht echtes Homeschooling, nicht das, was die Eltern gerade in Deutschland behaupten, dass sie tun. Er wirkt kritisch und cool zu Anfang, halt Militär, aber als der das umgemodelte Haus sieht, kann er sich kaum halten. Das war schön.

Erinnert sich noch jemand an Bruce Low?