Jetzt habe ich Herrn Croco mit Fleabag einfangen.
In der Mediathek gibt es die zweite Staffel. Und er hat sich mit zunehmender Begeisterung reingeguckt. Die Schauspielerin ist toll, die Musik ist genial, die Dialoge sind lustig. Ich habe mich ja in den Pfarrer verguckt. Leider, aber sehen Sie selbst.
Aber bitte schnell, es gibt Fleabag nur noch 4 Stunden.
Noch lebende Autoren kommen manchmal im Abitur vor. Gabriel Garcia Marquez lebte bekanntlich eine ganze Zeit in Mexico. Ich nehme an, dass diese kleine Geschichte dort spielte. Sein Sohn machte einen Abschluss an einer Schule in Großbritannien, per Fernunterricht. Damals kamen die Aufgaben per Post. Dabei war nun auch eine Analyse eines Buches seines Vater. Es ging um den Hahn als Metapher an einer bestimmten Stelle von „Hundert Jahre Einsamkeit“. Er fragte Gabriel Garcia Marquez, wofür denn der Hahn an dieser Stelle stand. Er antwortete ihm, dass das nur ein Hahn sei, mehr nicht. Der Sohn schrieb also in die Prüfungsunterlagen, dass es sich nach Rücksprache mit dem Autor eben nur um einen Hahn handle und dieser für nichts stehe. Er bestand die Prüfung nicht. So gesehen muss man sich nicht wundern, wenn ein Autor für die Analyse seines eigenen Romans nur 13 Punkte bekommt im Abitur.
Wenn Leonard Cohen ein Klassenkamerad gewesen wäre? Ich denke, dass er mit Gitarre in einer Ecke gesessen hätte, wahlweise den Mädchen tief in die Augen geschaut und Herzzereißendes in Moll sang. Alle hätten sich verliebt und er hätte Herzen gebrochen.
Andere Beispiele von Komponisten gibt es auf Twitter. Sehr sehr nett.
Wenn Komponisten in deiner Klasse gewesen wären. Ein kulturkritischer Thread. (1/14)
— Fandorin. Tweets nach Vorschrift. (@fandorinmusic) May 2, 2021
Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden. Ich habe mich eh immer gewundert, was sie an ihm findet. Bin auf die ersten Gerüchte gespannt.
Frau Herzbruch ist in Quarantäne. Vielleicht mögen Sie ihr beistehen.
Bei dem Lied könnte ich heute noch heulen. Er sitzt am Schreibtisch auf seiner griechischen Insel und schaut aus dem Fenster. Dort ist plötzlich ein Draht durch die Aussicht gespannt worden. Er ärgert sich und dann setzt sich auf Vogel auf die neue Leitung.
Vermutlich rennt im Hintergrund Marianne rum, deren Baby quäkt und er fühlt sich eingesperrt und wäre auch lieber der Vogel.
Aber so ist das mit den Interpretationen. Sie haben mit dem Autor nicht immer was zu tun.
Viele Künstler haben keine Arbeit, keine Auftrittsmöglichkeit zur Zeit. Das macht sie bitter. Schön ist das nicht, aber man kann doch eine Weile etwas anderes arbeiten. Ich weiß schon, wie sich das anfühlt. Damals, als ich fertig wurde, gab es viele Lehrer und kaum Stellen. Und so war ich arbeitlos. Es gab kein Geld, nur Arbeitslosenhilfe. 17 Mark pro Monat. Sozialhilfe bekam ich nicht, mein Vater hat ja verdient.
Ich habe alles angenommen, um mich über Wasser zu halten. Und es hat gedauert, aber dann fand ich eine feste Stelle, ganz weit weg, mit etwas schwierigen Bedingungen. Aber egal.
Dabei habe ich ganz oft an meinen alten Mathelehrer denken müssen. Es gab in den Zwanzigern eine großer Arbeitslosigkeit, auch für Lehrer. Er hatte schon eine kleine Familie und keinerlei Einkommen mehr. So ging er Flaschen waschen in einem Abfüllbetrieb, jahrelang. Er sagte, das tut einem nichts, wenn man sich eine andere Arbeit sucht als die gelernte. Es kommen wieder bessere Zeiten. So war es auch.
Ein sehr berührender Artikel einer Pfarrerin über die Frauen, die sie beerdigen soll und ihre Angehörigen. Frau ohne Eigenschaften
Als meine Mutter starb, habe ich dem Pfarrer viel von ihrer Berufstätigkeit erzählt und ihren Interessen. Er hat ihm eine Freude gemacht, das in kleinen Kapelle auch zu erzählen.
Mich kann man einfach so besuchen, ich freue mich tatsächlich. Es passt nicht immer, aber das sage ich dann einfach. Einen Kaffee gibt es trotzdem. Diese Sitte der Schnellmalklingelns ist leider verschwunden. Eine nette Geschichte dazu in Unerwarteter Besuch
Einen sehr guten Artikel hat Herr Drosten heute empfohlen.Die Wahrheit ist nicht relativ.
Der Autor macht sich die Mühe, die Geschichte der Wahrheit durch die Jahrtausende zu verfolgen.