Die Bekanntschaften berichten von geplanten Flügen und Urlaub weit weg.
„Ich treffe da ja niemanden!“
Soso.
„Im Flieger? Und auf dem Flughafen?“
„Achso, ja, stimmt.“
Die Cousine am Telefon erzählt ähnliches.
„Bloß nicht nach Italien, da lag ich schon mal im Krankenhaus.“
Heute gibt es Maienregen. Das Hellgrün der frischen Blätter knallt so richtig. Wie verzaubert ist die Wolt, grün und glänzend, und riecht nach frischem Gemüse und Blüten.
Ich liebe es, durch diesen warmen Regen gehen. Als Kind war ich das einzige, das nach draußen in den Regen rannte während sich alle anderen unterstellten. Und so ist es heute noch. Die Kollegen klagen und gruschteln nach einem Schirm. Und ich gehen lächelnd durch den Regen.
„Maienregen, fall auf mich, nächstes Jahr, da wachse ich.“ Das haben wir als Kinder gesungen.
Noch eine Geschichte aus der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart reicht. Herr und Frau Kaltmamsell sind seit 25 Jahren verheiratet, wie schön. Gratulation.
Die Hochzeit selbst war ja eine sehr geheime Geheimaktion, sehr spannend.
Heute gab es Geschichten aus Baden Württemberg am Telefon. Von hohen Raten auf den Dörfern berichtet die Verwandtschaft.
So von der Geburtstagsfeier eine älteren Dame. Das Geburtstagskind hat eingeladen, alle hintereinander, so wie es erlaubt ist. Nur hatte eben die Dame selbst Corona und sie hat die ganze Verwandtschaft angesteckt. Einer ist tot, einer liegt im Koma.
Sieben andere Kaffeekränzchendamen trafen sich regelmäßig. Eine bekam Corona vom Enkelkind und steckte alle anderen Damen an. Zwei sind schon gestorben.
Achachach.
Möchten Sie wissen, mit wem Herr Wieler in der WG wohnte? Hier das Podcast mit Herrn Wieler. Ich musse lachen, als er erzählte, er hätte eben ein anstrengendes Studium gehabt. Das erinnert mich so an meine Studienzeiten. Als ich um sechs Uhr aufstand um um sieben in der Mathevorlesung zu sein, vier Semester lang, vier Tage pro Woche, saßen die Germanistikstudenten noch beim Skat in der Küche.
Zurück zu Herrn Wieler.
„Wir ziehen das durch, solange es geht,“ sagt er, angesprochen auf die immense Arbeitsbelastung im Robert Koch Institut.
Er selbst sei vom Team Astra.
Zum Schluss schildert er noch den berührendsten und den verstörendsten Moment der Pandemie.
Mit Expeditionsgeschichten fängt man mich ja ein. So habe ich zu gewissen Zeiten alles gelesen, was zu finden war über Franklins Suche nach der Nordwestpassage. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse zu Franklin Expedition. Ich sag nur Zinkmangel.
Die Nordwestpassage geht ja nördlich an Canada vorbei. Mitterweile braucht‘s da keine Expedition mehr. Man hat ja Satelliten und das Meer ist so warm, dass das Eis im Sommer abgetaut ist. Jetzt passen schon Kreuzfahrtschiffe durch.