Corona 421

Heute kamen drei Krokodile mit leuchtenden Augen an: geimpfte Krokodile mit leuchtenden Augen.
Vielen lieben Dank Frau Indica.
Mir wird ganz wehmütig! Mein erster Blog, ihr erster Blog. Ihre Fotos waren so genial, dass ich ihr das gleich schreiben musste. 2005, meine Herrn! Erst später habe ich festgestellt, dass sie das gelernt hat, dass sie wirklich und tatsächlich Journalistin ist. Sie hat mir auch später erklärt, ja, wir haben uns schon öfter getroffen, wie man Artikel für die Zeitung schreibt. Ich war da ja undercover unterwegs, und habe Presseartikel für einen Verein geschrieben, dem ich weder angehörte noch dessen Touren ich mitmachte. Danke, Frau Indica.

Ansonsten freue ich mich jeden Tag darüber, in die Schule gehen zu dürfen.
Wir testen, was das Zeug hält. Und hoffen so, uns immer wieder sehen zu können.
Ich merke, wie sehr ich meinen Beruf liebe, und dass die Liebe durch Videounterricht hart auf die Probe gestellt wird.

„Das ist der Unterschied zwischen CSI-Fans und tatsächlichen forensischen Wissenschaftlern: Ein Wissenschaftler will die richtige Antwort erfahren, auch wenn sie banal ist.“ So, und das Ganze wird anhand einer sehr gruseligen, aller allerdings wahren Geschichte aufgezeigt. Schlucken Sie erst, bevor Sie den Artikel aufrufen. Aber ich kann Ihnen garantieren, dass Sie Ihre Füße in Turnschuhen ‘ne Weile ganz anders ansehen werden.Die losen Füße von British Colombia.
Krokodile sind sind hier jedenfalls unschuldig.

Frühjahr heißt Gartenarbeit. Blumen, Beeren und Äpfel gibt es hier im Garten. Umgraben ist so nicht nötig. Ab und an wird Neues gepflanzt, der Komposthaufen erhöht, was abgesägt und Unkraut gejätet. Das Klima ist aber so, dass es einen nicht jagt. Trotzdem sind die meisten hier vorgeschlagenen Geräte an Bord. So schön Gartengeräte erklärt, habe ich nicht nie gesehen. Bin ganz angetan, auch vom neugierigen Nachbarn.

Ach, und die schönste Nachricht von heute: über dem Garten kreiste heute ein Schwarzstorch! Ich habe noch nie einen gesehen.Eine super Seite über Schwarzstörche.

So, jetzt muss ich noch den Dreh bekommen, Garten und seltsame Todesumstände zusammen zu bringen. Voilá.

Corona 420

Heute ist mein Hirn ausgelaugt und zu nichts mehr bereit.

Die Bilder aus Indien schockieren mich. Kein Sauerstoff mehr, keine Betten. Man müsste die Coronaleugner mal ne Runde ziehen lassen dort.

Die Kollegen erhalten gerade alle Impftermine und freuen sich. Die Angst wird geringer, wenn man die Schule betritt.

Barbra Streisand.
79. Jahre alt ist sie geworden vor ein paar Tagen.
Sie ist eine sehr gute Sängerin, legendär ihre Duetts mit anderen Sängern. Ich hatte immer den Eindruck, sie sucht sich schöne Männer aus. Sie konnte gut mit Ihnen. Und sie beschäftigte meine Englischlehrerin sehr.
„Hässlich wie a Krapp und hat die tollsten Männer!“
Sie hat es nie verstanden.

So sieht sie sich selbst, also Frau Streisand, nicht die Englischlehrerin.

„Ich bin einfach, kompliziert, selbstlos, egoistisch, unattraktiv, schön, faul und voller Tatendrang.“

Dieses Lied hat sie bekannt gemacht. Gitte sang es auf Deutsch.

Corona 419

Heute gab es wieder Schule. Es ist mühsam, habe ich doch immer noch das Gefühl, kleine Nester mit jungen Wühlmäusen ausgehoben zu haben. So gucken sie mich an.

Meine ausgesähten Stockrosen kommen nun doch mit kleinen Blättchen zur Oberfläche raus. Die Magnolien blühen und die Kirschen tun das vielleicht morgen.

Es gibt geheime Partys der Jugendlichen im Wald. So hofft man, dass sie zumindest einigermaßen Abstand vorneinander einhalten. Doch habe ich da wenig Hoffnung. Die Kraft der Hormone ist immens. In der Nachbarschaft steht jetzt ein großes Partyzelt, mit Heizpilz.

Sich nicht darum kümmern, was erlaubt oder verboten ist, sondern das tun, was sinnvoll ist.
Wenn man so handelt, fällt aller Blödsinn durch‘s Raster.

Heute jährt sich der Reaktorunfall von Tschernobyl, und zwei sehr private, sehr traurige Tage.
Und trotz alledem scheint die Sonne weiter. Wie schön.

Über Strahlen singen, das kann er.