Corona 684

Mental overload.
Eine Kollegin aus Baden Württemberg ist ebenfalls am Anschlag. Freundinnen in anderen Berufen geht es ähnlich.

So geduldig erklären können und freundlich bleiben, ohne die Nerven zu verlieren: ein Heiliger. Und dabei haben wir heute ein Allzeithoch von 92.000 Neuinfizierten.

Die Mehrheit der Intensivpatienten ist ungeimpft. Mittlerweile werde auch die Impfausweise kontrolliert, die die Patienten mitbringen. Und es gibt Fälschungen, sagt mir ein Pfleger.

Dass die Proteste auch von Grünenwählern unterstützt werden, ist falsch.

In Sachsen dreht die Polizei gerade hohl. Medizinstudenten, die gegen die Coronaleugner und für Impfung protestierten , wurden eingekesselt und bekommen ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Coronaverordnung. Die Impfbefürworter! Herr Kretschmer lobt die Medizinstudenten.
Tut mir leid, es geht schon wieder um Sachsen. Als Schwabe ist man froh, wen man mal aus dem Focus ist.

Das habe ich heute in einer Werbung gehört.
Wegträumen, das wär‘s jetzt.

19 Gedanken zu “Corona 684

  1. Die Zahl von einem Drittel Ungeimpfter auf den Intensivstationen erstaunt mich. Laut einer Ärztin aus der Familie, die von Anfang an auf einer Corona-Intensivstation arbeitete, sind es eher 90 %. In der Klinik verlassen sie sich nämlich nicht auf den Impfausweis, sondern bestimmen für alle Patienten den Antikörper-Titer. Und wenn sie den mit dem Impfausweis abgleichen … Jedenfalls wundern sie sich schon lange nicht mehr.

    • Mich hat das auch erstaunt, dass so viele Ungeimpfte im Krankenhaus liegen sollen.Im hiesigen Krankenhaus ist es ähnlich mit der Schummelei. Die Leute denken, sie werden schlechter behandelt, wenn sie sagen, dass sie ungeimpft sind.

  2. Sie können ja auch nichts dafür, dass es immer wieder Sachsen ist. Das schafft die quarkdenkende Minderheit hier ganz alleine, dass wir mittlerweile alle als Deppen der Nation dastehen. Und nicht nur die: schon mehr als merkwürdig, dass bei einer Handvoll Gegendemonstranten sehr genau auf die Einhaltung der Regeln geachtet und entsprechend abgestraft wird, während man sogenannte „Spaziergänger“, teils zu Hunderten unterwegs, meist einfach gewähren lässt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Ich hoffe, das Wochenende bringt Gelegenheit zum Durchatmen. So langsam gehen uns allen die Durchhalteparolen aus, fürchte ich.

    • War gerade mit jemandem im Garten und wir haben geschaut, was die letzten Wochen so angerichtet haben. Dicke Äste sind von den Apfelbäumen abgefallen, die Schlehe hat es gedreht und sie ist umgefallen. Die Kiefer hat trockene Äste. Jetzt ist Motorsägenarbeit dran. Das erdet. Keine Sorge, ich lasse sägen.
      Ja, die Parolen gehen aus. Die letzten Meter bis März müssen wir halt ohne Parolen tauchen.
      Die sächsische Polizei macht sich doch sehr verdächtig, und unbeliebt. Es sind Beamte und da kann man Dienstaufsichtsbeschwerden einreichen. In Mengen.
      In Bawü waren sie früher auch so. Wie scharf gemachte Hunde wurden sie auf friedlich demonstrierende Kernkraftgegner gehetzt. Vielleicht wählt Sachsen irgendwann auch Grün 😉.

    • Ich finde ja ihren MP den Herrn K. oft,gerade in Interviews, sehr merkwürdig. Sicherlich ist er nicht allein verantwortlich, allerdings bei uns hier sagt man : der Fisch stinkt immer vom Kopf her.

      • @Tina:
        Ich finde unseren MP, den Herrn K., auch merkwürdig (vorsichtig ausgedrückt) und vermisse Kompetenzen wie Entschlossenheit, Durchsetzungsvermögen etc.
        Allerdings gibt es Dinge, die weiter zurückreichen und für die man ihn nicht allein verantwortlich machen kann. So hat der ehem. MP Biedenkopf einmal verkündet, in Sachsen gäbe es kein Problem mit Rechtsextremen (weil nicht sein kann, was nicht sein darf). Mit den Folgen des jahrelangen Wegschauens leben wir heute. Aber gerade deshalb – und das muss man der aktuellen Landesregierung vorwerfen – müsste man heute umso entschlossener dagegen vorgehen.

  3. Das stimmt, Beschäftigung und Ablenkung tun gerade gut. Ich habe auch nie soviel geräumt und aussortiert wie im letzten Jahr und da geht noch was. Irgendwas gutes muss man draus machen.

    Dass Sachsen irgendwann komplett grün wählt wage ich zu bezweifeln, aber sie haben Wähler gewonnen. Auch hier gibt es eine junge, interessierte und kritische Generation. Ich beobachte das auch bei meinen Kindern und freue mich darüber.

    • Kinder von Freunden wohnen in Leipzig. Und sie erzählen voller Freude vom offenen linken Klima in der Stadt. Und den Schlägern der Rechten, die ihnen die Scheinen einschlagen.
      Ich glaube, die Jungen sind anders. Aber das Schlägervolk bekommt ja auch Kinder.

      • Leipzig war schon immer weltoffener als der Rest Sachsens, es war ja auch zu DDR-Zeiten schon Messestadt. Der Anteil Leipzigs an der sog. friedlichen Revolution 1990 ist wesentlich. Heute gilt es als linke Hochburg, öfters gab es auch schon Ausschreitungen, die für Schlagzeilen gesorgt haben. Die Offenheit und Toleranz ist sicher auch in der großen Zahl junger Menschen (Studenten) begründet, außerdem gibt es eine wachsende Kunst- und Kulturszene – ich kann gut verstehen, dass junge Leute sich dort wohlfühlen (mir geht es bei Besuchen dort auch so).

        Ja, auch das Schlägervolk, die Querdenker und AfD-Wähler bekommen Nachwuchs. Und die Umgebung formt den Menschen – in diesem Fall ein Nachteil, der hoffentlich durch Schule, Freunde usw. zumindest in Teilen ausgeglichen werden kann.

      • Durch Bildung kann das schon ausgeglichen werden. Es muss der Geist der Demokratie in den Schulen sein. Aber da kenne ich nicht nicht aus. Wir hatten nur nach der Wende eine Partnerschule in Thüringen. Und die taten sich sehr schwer.unsere Diskussionsprozesse um zu Lösungen zu kommen wurden sehr abschätzend kommentiert.

  4. @ Croco, Sie meinen in Sachsen regiert König Micha der Erste ? Meine Güte das wusste ich nicht, das ist ja wie im Märchen :-)))
    @ Simone, mir tut es wirklich leid für die ganzen Vernünftigen in Ihrem Bundesland. Sie werden alle mit in diesen Irrsinn einbezogen, ob sie wollen oder nicht, das find ich schrecklich !

    • Könnte sein. Aber eigentlich bezog sich das Königtum auf König Kurt, Kurt Biedenkopf. Er wurde selbst in Sachsen so genannt wegen Gehabe und Pomp.

    • @Tina:
      Ja, das nervt tatsächlich oft, dass man zwangsläufig mit den Verqueren in einen Topf geworfen wird. Das liegt aber an der Außenwahrnehmung, die ja wiederum der Berichterstattung folgt. Hier vor Ort ist es aushaltbar, da der Großteil der Menschen tatsächlich ganz vernünftig ist (das ist nur nicht so schlagzeilenträchtig). Und es häuft sich der Protest der Vernünftigen – das finde ich sehr gut, besonders weil es inzwischen auch öffentlich wahrgenommen wird und den Leerdenkern zumindest ein Teil der Bühne genommen wird.

  5. Ja, schon klar. Ich meinte nur wegen Nachfahre und so. Pomp und Protz kann man Hr. K. wohl eher nicht unterstellen.

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