Corona sechsundneunzig

Ich hab sie! Ich hab die Corona-WarnApp installiert. Weil ich sie für sinnvoll halte. Erstens möchte ich, dass andere gewarnt werden, wenn ich sie unabsichtlich angesteckt habe. Und ich möchte gewarnt werden, wenn andere mich unabsichtlich infiziert haben. So!
Denke nämlich, dass der ganze Spuk noch lange nicht vorbei ist. Wenn man sich Länder anschaut wie den Iran, die schon die zweite Welle haben, soll man nicht sorglos sein. Und heute wurde bekannt, dass über 400 Mitarbeiter bei der Fleischfabrik Tönnies in Rheda Wiedenbrück Corona haben, und nun 7000 Menschen in Quarantäne sind. Die Schulen und Kindergärten im Kreis werden geschlossen. Ich denke, dass wir in nächster Zeit immer wieder solche Hotspots eindämmen müssen.

Musikalisch geht es heute Richtung AFN, der Sender meiner Jugend. Der Soldatensender der Amerikaner hat meine Jugend geprägt, und die Schlager der Hitparade. Damals war das eben auch Musik, ohne Wertung und ohne gut und böse. So habe ich Johhny Cash kennen gelernt. Meine erste Platte war von ihm. In der Schule kannte ihn keiner, man hörte eben Rolling Stones und Moody Blues.
So ist dieses Lied immer noch ein kleines Lebenslied von mir. Auch ein Lied, um durch Krisen zu kommen.

Corona fünfundneunzig

Meine Coronavorsätze habe ich eingehalten. Ich habe nichts gehamstert, keine Masken genäht und weder Brot noch Kuchen gebacken. Die Bäcker wollen auch leben, die Masken wären sicher blöde geworden und Übervorrat braucht Platz.
Und ich habe ein neues Mantra: Durchhalten bis Weihnachten, dann gibt es den Impfstoff. Klingt doch gut, oder? Man braucht Hoffnung.
Seit heute gibt es die App für Coronakontakte. Ich überlege noch, werde sie aber höchstwahrscheinlich installieren. Es gibt trotz alledem viele Kontakte am Tag seit wieder Schule ist.

Irgendwie ist die Zeit verrutscht. Vor dem Rewe hängt noch ein Osterplakat und an der Kasse bekommt man Fußballbildchen für etwas, das nicht stattfindet.

Jetzt noch was gaaaanz Sanftes zur guten Nacht.