Heute gibt es ein paar noch offene Links, die ich jetzt einfach hier ablade. Bin etwas aus der Spur. Die Schule frisst meine Energie und meine Zeit auf, obwohl ich es sehr mag, wieder Menschen um mich herum zu haben. Auch wenn alle etwas verängstigt und eingeschüchtert wirken. Mut machen in einer Zeit, die man am liebsten vergraben wie ein Murmeltier in seinem Loch verbringen möchte? Ich versuche es zumindest.
New York Corona Tagebuch, eine Stadt verändert sich.
Ein alter Kriminalfall wird aufgelöst von jemandem, der nicht aufgibt. Beeindruckend.
Extra drei schafft es mal wieder witzig zu sein an Stellen, an denen einem nicht nach Lachen zumute ist.
Es ist gutes Recht, anderer Meinung zu sein als die Regierung und das offen kundzutun. Nicht ganz logisch ist es aber, dann von einer Meinungs-Diktatur zu sprechen. Eine Diktatur, gegen die man mit Genehmigung demonstrieren kann und darf, ist keine – oder eine sehr erbärmliche. pic.twitter.com/nkTU0XLZpo
Heute habe ich mich wieder mit neuen Verschwörungstheorien versorgen lassen. Corona ist nur ein großes Spiel, nichts ist echt und alle Staaten spielen mit.
Interessant ist auch, dass man in Russland Geld dafür bekommt, wenn auf dem Totenschein nicht Corona steht. Wenn man die russischen Zahlen anschaut, könnte das sogar möglich sein.
Mittlerweile hat sich ja Russland gewaltig nach vorne gerobbt bei den Infiziertenzahlen. Noch vor dem großen Königreich und nach den USA. Brasilien hat uns auch überholt.
Habe meine Schüler gefragt, wie sie zurechtgekommen seien mit den Aufgaben in der Zeit. Schön fanden sie, dass man zuhause seine Zeit einteilen konnte. Nicht schön, dass das nämlich anstrengend war. Dann hätten die Arbeitsaufträge mancher Kollegen so unfreundlich geklungen. Und manche hätten ellenlange Fließtexte geschickt mit darin versteckten Arbeitsaufträgen. Da hätte ich auch keine Lust gehabt zu antworten! Die Verschollenen tauchen auch langsam wieder auf mit diversen Begründungen.
Ansonsten mache ich mir gerade viele Gedanken über die Hintergründe all der abstrusen Theorien, die gerade durch sie Welt labern. Es gehören ja zwei dazu, die einen erfinden und
verbreiten, sie anderen sind bereit zu glauben und zu verbreiten. Unter Umgehung des Verstandes.
Ich glaube, es ist die Angst, die das Rad am Laufen hält.
Die Angst vor Krankheit, vor dem Tod, der eigenen Hilflosigkeit gegenüber dem Unheimlichen und Mächtigen. Sie halten es nicht aus und fangen dann an mit der unlogische Abteilung. Die Zeit der Spinner und Wichtigtuer ist gekommen. Die Angst zu bannen mit wilden Geschichten, mit der Diskussion, wer nun Schuld hat an der Verbreitung, wird nicht helfen. Die Seuche bleibt und nur die mit kühlem Verstand und Wissen ob der Tatsachen werden sich und andere schützen können, so gut es eben geht.
Milva, wer erinnert sich noch?
Eine große Stimme!
„Gibt es nichts, was Sie in Ihrem Leben noch erreichen möchten?
Ich will ein ruhiges, einfaches, humanes Leben führen. Keine Sensationen – um Gottes willen, bloß keine Sensationen.“
Uns kann nichts passieren. Das Familienvermögen ist angelegt. Und zwar in 25 Kilo Säcken mit geschälten Erdnüssen und Sonnenblumenkernen. Wir betreiben nämlich Ganzjahresfütterung. Mehrere Futterstationen werden alle zwei Tage aufgefüllt. Mit der Folge, dass wir einen Haufen Spatzen haben, die Blaumeisen und Kohlmeisen brüten sogar mit Blick auf die Futterstelle. Und wir haben die fettesten Tauben des Dorfes. Und durchtrainierte Elstern und Eichelhäher, die mit akrobatischen Verrenkungen an das Futter kommen.
Mit dem bärtigen Herrn in dem Bericht war ich schon öfter im Wald, und das zum Sonnenaufgang. Nein, romantisch geht anders. Die Vogelexkursionen im Studium waren Pflicht und in aller Herrgottsfrühe. Nichts für mich. Vor zehn Uhr am Morgen bin ich nicht zurechnungsfähig. So zwitscherte der Herr Doktor wie ein Zilpzalp oder ein Zaunkönig, er lockte die Tiere an. Vermutlich. Alle sahen das Vögelchen, nur ich nicht. Weil ich die Augen nicht auf bekam, nie dahin schaute, wo man schauen sollte. Im Internet gibt es seitenweise Fotos von Barron Trump, der in die falsche Richtung guckt. Da wird mir ganz warm ums Herz. Da stehe ich auf einer Vogelexkursion. Jedenfalls ist der Vogeldoktor danach noch sehr berühmt geworden. Er sitzt sogar manchmal in Talkshows. Und er ist für die Sommerfütterung, weil so die erwachsenen Vögel satt sind und das Futter für den Nachwuchs sammeln können.
Mögen Sie über etwas abstimmen? Der Grimmepreis für ein Onlineangebot steht zur Wahl. Wenn Sie sich nicht entscheiden können: man kann drei Stimmen abgeben und eine für Herrn Drosten und sein Podcast, und die andere für das Archiv der Roma.
Heute ist mir Victor Jara untergekommen. Er war ein Chilenischer Sänger, der Salvador Allende unterstütze. Die CIA putschte mit Hilfe des Militärs, oder es war umgekehrt, und die Militärdiktatur setzte die gewählte Regierung ab, erschoss den Präsidenten und folterten und töteten seine Anhänger im Stadion von Santiago. Heute noch denke ich beim 11.9. zuerst an diesen Putsch. 1973 war das, Südamerika löste sich gerade aus den Fängen der USA und die katholische Kirche übte sich in der Befreiungstheologie. Die ganze Welt spürte die Hoffnung, das Ende der Armut und der Unterdrückung Südamerikas. Die Befreiung hatte bald ein Ende. Man hat die Hoffnung erwürgt.
Venceremos, wir werden es überwinden.
Als Victor Jara längst tot war, saßen wir auf dem Boden der Mensa, hörten dieses Lied und weinten.
So hat man es im Osten wahrgenommen.
Viele Chilenen kamen damals nach Deutschland. Flüchtlinge vor der Militärdiktatur.