Corona neunundfünfzig

Dass ich so lange durchhalte, hätte ich nicht gedacht. Fast 60 Beiträge. Ich habe ja immer die täglichen Blogger bewundert. Frau Kaltmamsell, Frau Novemberregen und Christiane von Aufildesmots sind meine großen Vorbilder.
Jetzt merke ich, dass mir immer irgendwas auffällt oder einfällt, was ich schreiben kann. Es kommt, wenn man anfängt mit dem Schreiben. Wenn das das Virus wüsste!

Heute kam die zweite Portion Schüler in die Schule. Sie sind schon ein bißchen forscher als die von letzter Woche. Auch sie werden sich an den Abstand gewöhnen, und all den Rest.
Im Blumenladen erzählen sie, dass es einen richtigen Muttertagsboom gab. Viel wurde verkauft, viel geliefert. Essen gehen kann man noch nicht, so schenkt man Botanik.

Wie die Feile in den Kuchen kam. Eine spannende Recherche über ein wichtiges Gefangenenbefreiungstool bei Herrn Ackerbau

Das Senckenberg Museum forscht auch in Madagaskar. So möchte man heraus bekommen, ob damals, als der Bernstein entstand und Tiere konservierte, auch von allen vorhandenen Arten welche dabei waren. Dabei ist die Comic-Geschichte von Vongy, dem Käfer, herausgekommen.
Vom Käfer Vongy

Was natürlich jetzt sofort kommt für alle Käfer und Leute, die Karl heißen.

Corona achtundfünfzig

Ein fauler Sonntag, über den wenig zu berichten ist. Die Sonne scheint, ein Spaziergang um den Pudding macht ihn perfekt. Drei lange Telefonate erzählen vom Alltag. Von niedrigen Umsätzen im Einzelhandel, vom Personal, das geht, vom Unterrichten zuhause bei berufstätig und alleinerziehend, vom Krankenhaus, in das keiner darf, vom Unterschied zwischen deutschen und schweizer Ärzten. Und was genau die Schweizer meinen, wenn sie sagen, die Deutschen seien arrogant.

Vernutlich haben Sie Herr der Fliegen Lord of the Flies gelesen im Englischunterricht. Ich nicht, ich war noch die The Loneliness-of-the-Long-Distance-Runner-Generation. Ich kenne den Inhalt und den finde ich so abschreckend, dass ich das Buch nie gelesen habe. Kinder werden ohne Erwachsene und ohne Zivilisation zu brutalen Wesen. Ich finde es unglaubwürdig, aber nun, erfinden kann man was man will.

Jetz habe ich über einen Tweet von Anke Gröner eine schöne Geschichte von sechs Jungs gefunden, die tatsächlich auf einer Südseeinsel gestrandet sind. Sie waren 15 Monate dort und …..aber lesen Sie selbst

Wenn wir schon bei Inseln sind: Lummerland war meine erste.
Ich mochte sie wegen ihrer Übersichtlichkeit. Das mag ich heute noch, dass etwas rundum vom Meer begrenzt ist. Man kommt nicht weg, man muss sich überlegen, wie man mit dem zurechtkommt, was da ist. Vermutlich wäre ich die erste, die den Inselkoller bekommt.
Judith Schalansky hat einen Atlas der abgelegenen Inseln zusammengetragen. Sie war nie dort und fährt auch nicht hin.
Die Texte sind poetisch. Hat sie alles erfunden? Wäre schade.
Ein paar abgelegene habe ich dann besucht. El Hierro ist so eine. Einmal ging der Nullmeridian durch sie durch. Man dachte, dahinter sei die Welt zuende. War sie aber nicht. Eigentlich ist sie ein halber Vulkankrater mitten im Atlantik mit wüst vom Wind zersausten Bäumen, ein paar Rieseechsen, in Fels gehauenen Schwimmbädern und einem heiligen Baum. Ach ja, ne Wallfahrt gibt es auch.
Aber ich komme vom Thema ab: Lummerland.
Hier die Puppenkistenversion der Insel.

Wie ich aber auf den Inseltrip kam, war dieser Film gestern auf ServusTV.Nothing personal. Ein bezaubernder Film über Einsamkeit und Annäherung. Und über Irland, das ich sehr sehr liebe.

Nothing Personal

Corona siebenundfünfzig

Ein Telefonat gestern erschütterte mich. In einem Krankenhaus mit Corona-Fällen durfen die Arzte nicht getestet wurden weil es dem privaten Betreiber zu teuer ist. Sie sollen arbeiten bis Symptome kommen.

Herr Drosten sprach letzte Woche zu einer Schulstudie aus Frankreich: 40 % haben sich infiziert. Bei den Angestellten waren es noch mehr. (Ab Minute 16 geht es um Schule).

Schulstudie

Der Kabarettist Bodo Wartke singt ein Lied über den Podcast mit Christian Drosten

Über Frau Nguyen-Kim und Frau Kaltmamsell bin ich auf Heinz Oberhummer. Ab Minute 12 spricht er über Esoteriker und die kognitive Disonanz, und über Bemmerl.

Der Frauenanteil an Bachelorabschlüssen in den USA steigt, bis auf Computer science mit anfänglichem Anstieg dann einem Abfall

Womanshistory

Petra Reski lebt in Venedig, schreibt sehr gut und zeigt viel vom Leben in der momentan touristenfreien Stadt. Sie ist Jounalistin und schreibt über die Mafia:
Petra Reski über den Mafiajäger Nino Di Matteo

Noch was ganz Nettes: Lisa Neun zeichnet wieder Fresh Fish