Corona achtundneunzig

Völlig übermüdet war ich heute in der Schule. Und entsprechend war die Kommunikation mit meinen Mitmenschen. Ich hoffe sehr, man trägt mir den Stuss nicht nach, den ich heute von mir gegeben habe. Ansonsten habe ich geschlafen und kurz eingekauft. Und jemanden getroffen, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Dann die nette Frau in dem kleinen winzigen Laden. Beide berichteten von abgedrehten Bekannten, die sich in die Welt der Verschwörungstheoretikern begeben haben.

Seit Tagen schauen wir einen Film aus dem WDR zur Colonia Dignidad. Paul Schäfer, ein Menschenfänger und Päderast, floh mit seien Jüngern und gründete mit christlichem Anspruch eine Kolonie in Chile. Er missbrauchte die Jungen, zerbrach die Familien und entwickelte eine perfide Struktur, der die Menschen durch Angst steuern konnte. Unglaublich!

Colonia Dignidad beim WDR

Pinochet, der diktatorische General, der sich in Chile an die Macht putschte, benutzte die Kolonie als Gefangenenlager und Friedhof. Es ist so erschütternd, was Menschen Menschen antun.

Victor Jara, einem chilenischer Sänger, von dem ich schon berichtet habe, wurde bei der Machtübernahme hingerichtet. Bis man in Europa begriff, was da am anderen Ende der Welt vor sich geht, war schon alles eingerichtet. Deutsche Politiker haben die Kolonie lange gedeckt. Colonia Dignidad. Der Arzt und Führungsmitglied der Colonia Hartmut Hopp lebt heute ziemlich unbehelligt in Krefeld.

6 Gedanken zu “Corona achtundneunzig

  1. Kaum schaut man von so fiesen Sachen, kommen schon die nächsten um die Ecke.
    Was bleibt, es könnte das Betrachten der Blumen sein…

  2. Von Colonia Dignidad habe ich schon öfters gehört. Ich bin noch unsicher, ob ich die Kraft und den Nerv habe, da tiefer einzutauchen. Wie sie es schrieben: was Menschen Menschen antun, schockiert mich immer wieder.

    • Im Film werden viele Augenzeugen angehört. Wenn man dann mit der Zeit erfährt, was ihnen widerfahren ist, wundert man sich, dass sie nicht zerbrochen sind. Diese Sektentour klappt immer wieder, auch in extremistischen Kreisen, auch heute. Insofern lohnt sich der Film sehr.

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