Corona hundertundfünf

Wenn Migräne, dann heute.
Ganz viel Hitze, ganz viel Offizielles und ganz viele Menschen heute mit Maske und Abstand. Also, nicht alle. Bin ganz ausgepumpt.
Noch eine Woche!
Habe von einer Hochzeit gehört, bei der man recht eng saß und auch noch gesungen hat. Bin gespannt, wie es in einer Woche hier im nahegelegenen Städtchen aussieht.

Es ist die Zeit der Abschiede.
Menschen verändern ihren Lebensmittelpunkt, ziehen weg, hören mit der Arbeit auf, bekommen keine Arbeit hier.
Es bleibt nichts, wie es war. Manchmal ist das schön, aber manchmal tut das verdammt weh.

Also gibt es halt ein paar Abschiedslieder. Heute ist das eben so.

11 Gedanken zu “Corona hundertundfünf

  1. Abschiede sind manchmal auch Aufbruch zu etwas neuem, oder Chance und Anstoß dazu. Mein liebstes Abschiedslied ist von Trude Herr, Wolfgang Niedecken und Tommy Engel: Niemals geht man so ganz…
    Hoffentlich kommt wenigstens das Bürgergeld wie in Österreich oder den Niederlanden, sogar Spanien hat es nun beschlossen. Sonst geht die Schere zwischen den Menschen immer weiter auf und die Unruhe wird mehr. Und es braucht unsere Kreaivität, nicht unsere Traurigkeit!

    • Ich weiß ja, was danach kommt. Das ist das Schlimme. Aber nun, lammentieren nutzt nichts gegen den Lauf der Welt.
      Das ist auch ein schönes Lied, stimmt.

  2. Heute hier, morgen dort — das haben wir viele Nächte lang am Lagerfeuer gesungen und manch einer spielte die Gitarre ebenso gut wie Hannes Wader. Nur kannte ich ihn und die ganze faszinierende Burg-Waldeck-Liedermacher-Szene leider nicht, so unvernetzt in den Neunzigern; dabei zu sein wäre toll gewesen. Andererseits, so eng zu sitzen wie damals, das fühlt sich an wie Schwarzweißfilme schauen, eine Ewigkeit her, und selbst bei Festen kann ich es mir nicht vorstellen, man will doch die anderen schützen.
    Mein Höhepunkt diese Woche: der erste Schwimmbadbesuch bei schönstem Badewetter.
    Auf dass die Kopf- und Abschiedsschmerzen abklingen.

    • Dass ich nie auf Burg Waldeck war, ärgert mich manchmal. Die Sänger allerdings habe ich oft genug gehört bei Konzerten. Es war immer sehr schön und bewegend. Direkt auf der Burg muss es richtig richtig toll gewesen sein.

  3. Gute Besserung!
    Those were the days gehört zu den Liedern, die ich auflege, wenn ich melancholisch werde oder einen nostalgischen Schub bekomme. Letzteres geschieht mit zunehmenden Alter häufiger.
    Liebe Grüße aus der schwülheißen Großstadt schickt
    Elvira

  4. Vielleicht lerne ich noch in diesem Leben, mit Abschieden umzugehen. Bislang mache ich es, wie bei allem, das mich zu überwältigen droht: Harter, kalter Schnitt, ohne mich umzusehen. Das ist ungesund.
    (Blöde Migräne.)

    • War ne Migräne, die durch absolutes Runterfahren in den Sehstörungen und der Übelkeit stecken blieb.
      Den harten Schnitt kenne ich nur zu gut. Wie Lot aus Sodom und Gomorra, ohne sich umzudrehen, wegzugehen. Man ist frei und das Herz brennt trotzdem. Ungesund, genau.

  5. Hochzeiten, Geburtstage – es wird wieder gefeiert. Mir ist noch nicht danach. Deshalb bin ich gerade in einer Zwickmühle: der kleine Neffe wird eingeschult, natürlich sind wir eingeladen. So wie insgesamt etwa 40 Personen. Da schlagen gerade zwei Herzen in meiner Brust. Aber erstmal werde ich abwarten, immerhin ist Schulanfang hier erst Ende August. Wer weiß schon, wie es dann aussieht.

      • So geht’s mir auch. Im Interesse der Gesundheit aller Beteiligten würde ich auf jede Feier verzichten, auch wenn ich damit evtl. den Groll der Gastgeber auf mich ziehe. Es sind nicht alle gleich vernünftig und ich verspüre eine gewisse Maßnahmenmüdigkeit nach dem Motto: so schlimm ist es doch gar nicht mehr.

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