Corona hundertunddrei

Noch mehr Infizierte in anderen fleischverarbeitenden Betrieben. Und im Kreis Gütersloh wird alles wieder runtergefahren: Quarantäne. Urlauber aus der Gegend gelten als unerwünschte Personen anderswo. Sie werden von der Insel Usedom wieder nach Hause geschickt. Es gibt Schlangen vor den Teststationen. Mit einem negativen Bescheid kann man unter Umständen den gebuchten Urlaub antreten.


Elvira
hat mich wieder an Rita Pavone erinnert. Dort kann man auch den Text finden.
Die Überlegung eines Mädchens, wie es denn wäre, wenn man ein Junge wäre, wird zum Lied. Ich hätte es schon gerne mal erlebt, einfach für ne Weile ein Mann zu sein. Ob ich mich freier bewegen könnte, an andere Orte gehen? Einfach in einer Konferenz aufstehen und mit dunkler donnernder Stimme ein Statement abzugeben? Eine Bierkiste hochzuheben, als ob es nichts sei? Die Körperkräfte hätte ich gerne, die tiefe Stimme auch. Diese Präsenz würde mit gefallen und dass mich nicht Leute einfach so anfassen. Einem Mann passiert das viel seltener. Man traut sich weniger bei einem Mann. Dafür ist die Gefahr in eine Schlägerei zu geraten viel größer. Auf das Körperliche in Verbindung mit Kraft bin ich etwas neidisch. Männer müssen nicht so auf Ihren Körper aufpassen wie wir Frauen. Gewollte Verführung durch Freilegung von Körperteilen wird ihnen nie unterstellt.
Tja, ich werde es wohl nie erfahren, wie es sich tatsächlich anfühlt.

Nina Hagen singt es nochmals.

Und Beyoncé sagt

I’d put myself first
And make the rules as I go

Corona hundertundzwei

Die Blogbetreiberin kann heute nicht, wegen ganz viel Konferenz und ganz viel Flammkuchen.
Derweil können Sie sich ein Konzert anschauen im Opernhaus in Barcelona. Keiner klatscht, alle bleiben ruhig, alle sind grün um die Nase.
Die Zuhörer sind Pflanzen.

Corona hundertundeins

So, bei Tönnies sind es schon über 1300 Infizierte. Und diverse Schulen melden Infektionen. Bin ich froh, wenn es endlich Ferien gibt.
Die Randale in Stuttgart zeigt enthemmte Jugendliche. Die Frustationstoleranz ist geringer geworden, und die Drogen tun ein Übrigens. Minderjährige. Migrationshintergrund. Deshalb wurden die Scheiben der Handyläden, des Sneakersgeschäfts und des 1-Euro-Laden eingetreten. Das sind ihre Träume. Und fit sind sie, Muckibuden sei dank.
Aber diese Aggression gegen die Polizei?
Früher gab es die ja auch. Ich muss immer wieder aufpassen, dass ich nicht Bullen sage. In meiner Jugend waren es keine freundlichen Beamten. Sie habe bei Nacht besetzte Häuser geräumt, Leute zusammengeschlagen, das Wohnheim umzingelt umd mutmaßliche Terroristen zu suchen. Man muss nur mal aus einem Auto geholt worden sein, Hände aufs Dach, Beine gespreizt, die Argumenten waren vier Herren mit Maschinenpistolen im Anschlag. Nein, meine Freunde waren es nie. Doch die Kinder der Studienfreunde gehen zur Polizei, und sehen alles anders als wir. Sie finden es spannend. Ich glaube schon, dass ein anderer Geist da ist. Und die Schlagstockprügler nicht mehr den Hauptanteil ausmachen.
Aber warum hasst man heute die Polizei? Wegen der Drogenkontrollen? Die Gesetze sind eben so, aus vielen Gründen.
Manchmal denke ich, dass es kaum noch Autoritäten gibt im Leben der Jugendlichen, die zu respektieren sind. Und kommt dann einer, sei es Polizist, sei es Lehrer, der ihnen Einhalt gebietet, und schon drehen sie durch.

Musik, je nach Einstellung zum Thema.