Europa

Es ist gar nicht so schwer, in das Europäische Parlament in Strassburg zu kommen.
Na gut, man kann sich wählen lassen. Oder man geht einfach zu den Öffnungszeiten hin zeigt seinen Ausweis, öffnet seine Handtasche und geht durch eine Schleuse.
Die Pflanzen im Foyer haben eine Plastikboden bekommen weil gerade daran rumgeschnippelt wird und die Blätter nicht auf das Substrat gelangen sollen.
Das Ei aus Holz im Hintergrund beinhaltet den Sitzungssaal. Mit kleinen Männchen ist er hier dargestellt. Die Fraktionen sind nicht nach Ländern sondern nach ungefähren politischen Richtungen zusammengestellt. Man muss für jedes Vorhaben seine eigenen Koalitionen bilden. Geholfen hat mir Das Parlament auf ARTE.
Es ist ein mühsames, aber zutiefst demokratischer Vorgang, so verworren er aber auch wirkt von außen.
Es ist schon beeindruckend, wenn am Eingang neben den Flaggen der Mitgliederstaaten die ukrainische Flaggen hängen.
Das Essen am Wochenende ist mager, der Automat liefert aber immerhin eine französische Zwischenmahlzeit.

Vor lauter Ehrfurcht habe ich vergessen, den gegenüberliegenden Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu fotografieren. Hier gibt es aber weitere Informationen..
Im Falle von Osman Kavala zum Beispiel fordert der Gerichtshof eindeutig seine Freilassung.
Um die Ecke liegt derEuropapalast. Dort tagt der Europarat, der aber nichts mit der EU zu tun hat. Es gibt aber wohl einen Tunnel. Da habe ich ebenfalls vergessen ein Foto zu machen.
Ich war war immer noch sehr ergriffen davon, wie stolz ich darauf bin Europäerin zu sein.

Große Politik und kleine Welt: am Kanal hat sich ein Schwanenpaar ein Nest gebaut und ein Obdachloser hat sich ein schickes Zelt gebaut.

Noch was zur Aufmunterung
Ein Eispickel und etwas Schwung

Dancing king

Essen im Strom

2 Gedanken zu “Europa

  1. Sehr löblich, dem EU-Parlament einen Besuch abzustatten. Warst du mit einer Schulklasse da? Ich habe ja die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Macron auf Straßburg als zweiten Sitz des Parlamentes verzichtet. Es war ja damals ein Kompromiss mit der französischen Regierung, neben Brüssel auch in Straßburg ein Parlament zu bauen. Dann gäbe es auch nicht die monatlichen Umzüge der Parlamentarier nicht mehr. Ich glaube, heute käme niemals mehr so etwas wie eine EU zustande, deswegen staune ich auch immer wieder, und bin froh, dass es sie gibt.

    • Privat, und einfach nur so hingefahren, ohne Termin und großen Plan. Das mag ich gerne, mit treiben lassen, wohin der Wind mich weht, sozusagen.
      Mein Vater ist mal mit mir als Kind in das alte Parlament in Strassburg gegangen, es hat mich sehr beeindruckt.
      Der offizielle Sitz ist immer noch Strassburg. Ich finde es mittlerweile auch gut, dass die EU-Behörden auf mehrere Länder verteilt sind, auch wenn es Fahrerei bedeutet.

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