Corona fünfundfünfzig

Heute gibt es Sonnenschein und wieder ein Einkauf am Marktstand. Mit Mundschutz.
Danach muss leider noch der Rest im Supermarkt gekauft werden. Es stresst einfach. Die Bäckereiverkäuferin sagt, sie hört nicht mehr genau, wieviel Sachen die Leute eigentlich haben wollen. Mit Maske höre sich zwei und drei gleich an. Ich verspreche ihr, in Zukunft Handzeichen zu machen.
An der Kasse kommt von hinten eine Frau, die zurück in den Laden will. Die Kassiererin hält sie ab. Sie muss was zurück geben, sagt sie. Sie dürfen hier nicht durch, sagt die Kassiererin. Da die Dame nur gebrochen Deutsch spricht, dauert es etwas, bis wir es begreifen. Sie will etwas von den gekauften Sachen zurückgeben, da ihr 34 Cent fehlen für den Zug. Wir ziehen alle den Geldbeutel. Die Kassierin ist die schnellste. Sie gibt der älteren Dame das Geld. Die versucht ein Tütchen mit irgendwas zurück zu lassen. Nein, sagt die Kassiererin, behalten sie bitte Ihre Sachen.
Sie bedankt sich und zieht leicht verwirrt ab.
Ach ja, so kann die Welt auch sein. Die kleinen Dinge.

Schulisch ist geplant, dass bald die nächsten Klassen einziehen. Rollierendes System nennen sie es. Da höre ich gleich das Lied, das mir meine englische Austauschpartnerin beigebracht hat. Sie hat mich erst neulich über facebook gefunden. Und hatte noch Fotos von mir von damals, die ich nicht kannte.

Das Lied für das Rollierende System

Von der französischen Austauschschülerin habe ich das hier gelernt.
Über das Internet habe ich sie mal gesucht und gefunden. Meine Freude währte nicht lange, sie antwortete kurz und knapp und dann nie wieder.

Petite navire

Deutsche Kinder lernen eher sowas. Ist das heute noch Mode? Ich jedenfalls mochte es sehr.

Kleiner Matrose
https://www.domradio.de/video/harald-schmidt-singt-ein-kleiner-matrose

Ach ja, bei Twitter stand, dass in NRW mittlerweile 10 Schulen von Corona betroffen sind. Hallali!
Und das Robert Koch Institut stelle seine Pressekonferenzen ein.
Haben die Durchseucher gewonnen?

4 Gedanken zu “Corona fünfundfünfzig

  1. Ich habe die Videos gleich an meine Enkel weitergeleitet. Nein, an deren Eltern, denn meine Enkel haben noch keine eigenen Smartphones.
    Dein Bericht über die Situation im Supermarkt hat mir gut getan, vielen Dank dafür! Ich habe gerade das Gefühl, dass ich von schlechten Nachrichten regelrecht verfolgt werde. Ich kann ihnen leider nicht aus dem Weg gehen. Da wirken solche kleinen Geschichten wie eine gute Medizin.

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