Corona fünfundsechzig

Gestern Abend gab es eine europaweite Zoom-Konferenz. Eurovision war das Thema. Wir hatten uns alle, wirklich alle, Videos zu den Lieder angeschaut. Und nun sollte ein Vorstellung der einzelnen guten Lieder stattfinden und jeder gab sein Voting ab. Das Thema war zuerst aber nicht Eurovision, sondern Corona. Jeder lebt anders. Finnland und Irland sind noch sehr eingesperrt, während wir große Lockerungen haben im Vergleich. Schön war, dass tatsächlich unser gesamtes Ergebnis fast genauso war wie die Abstimmung in der ARD. So gewann Island und auf dem zweiten Platz war Litauen. Wobei mein persönlicher Favorit einfach dieses litauische Lied war, voller Leben, mit etwas tieferen Sinn und einem klasse Sänger und Tänzer. Island war so originell in Lied und Choreografie, dass man es ganz weit vorne hinsetzen musste. Bei all den anderen sah man so viele einsame singende junge Männer und so viele merkwürdig aufgepimpt und mehrfach operierte junge Frauen. Ist das unser Europa? Sind so die jungen Menschen? Dem finnischen Sänger hätte ich sofort diesen Bart abrasiert, und den glänzenden Anzug gegen etwas zurückhaltes ausgetauscht. Aber nun man hat mich nicht zum Berater berufen. Die witzigeren in unserer Zoom- Gruppe hatten sich tatsächlich für Russland auf den ersten Platz entschieden, wegen der irrsinnigen Choreografie und dem tanzenden blauen Bären links hinten. Nimmt Russland Eurovision nicht ernst? Parallel schauten wir Frau Schöneberger in ihrem Tischtuchkleid und die Originalgruppen, die dann doch gekommen waren. So richtig sicher wirken sie nicht. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr, wenn die selben Künstler vielleicht mit anderen Liedern in Rotterdam auftreten. Vielleicht gewinnt dann wieder Litauen? Die Zoom-Konferenzen gehen mir langsam auf den Rücken. Technisch klappt alles. Allerdings saß ich so verkrampft davor, dass ich mich nachher kaum mehr rühren konnte. Einer der Zoom-Teilnehmerinnen rannte mit ihrem Handy andauernd durch die Wohnung. Ein bisschen übel konnte einem dabei werden. Aber wenigstens hat sie heute keine Rückenschmerzen.
Ansonsten war das erste Flugzeug zu vermelden, das am Sonntag Abend über den Garten flog. Wir sind ja Einflugschneiße, fast hätte ich es vergessen.
Ansonsten Schreibtisch, Schreibtisch, Schreibtisch.
So viel zu tun. Neben dem Präsenzunterricht für die halben Klassen kommen noch die Aufgaben für die andere Hälfte der Klassen und Kurs dazu, die teilweise zuhause sind und die Aufgaben für die Klassen, die das noch immer sind.

Alle Lieder von gestern.

Mein Favorit

On Fire
The Roop

I’m a human not a stone
I can make a change and go
Wherever I want to
They told me maybe I’m too old
But there’s fire in my soul
The heat is getting higher
I feel that I’m on fire
The world is my desire
I feel that I’m on fire
Ooh-ooh-ooh-ohh
There’s no doubt I’m strong enough
To reach the state I’ve dreamed of
It’s gonna happen
And I will do what I can
Just to be a better man
The heat is getting higher
I feel that I’m on fire
The world is my desire
I feel that I’m on fire
Can’t believe it took so long
To take action and move on
No one can stop me
Through the clouds there comes the sun
And I’m ready for some fun, ugh…

Und hier ist Island

2 Gedanken zu “Corona fünfundsechzig

  1. An mir ging der Eurovision Song Constest dieses Jahr komplett vorbei.
    Ich habe mir das Gewinnerdlied bei dir angesehen. Ich finde das sehr gut, auch in weil sie alle nicht wie Supermodells aussehen und sich absolut nicht ernst nehmen. Auch die Choreographie ist zum piepen.

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