Corona sechsunzsechzig

Also, wenn Sie mich fragen, wie lange das mit den offenen Schulen noch so geht, dann sage ich Ihnen: Nicht mehr lange! Sogar die großen Schüler hängen, wenn man sie lässt, auf einem Haufen, ohne Mundschutz!
Eine Schule im Kreis mussten sie schon schließen. Aber das ist so ein Fall, in dem ich so gerne unrecht hätte.

Langsam scheint sich der Autokinovirus zu verbreiten. Auch hier fängt man an, sich Plätze auszusuchen, zu denen man mit dem Auto hinfahren kann, um einen Film zu gucken. Ich verstehe ja die Kinobetreiber. Sie haben ihre Verträge mit den Verleiher und sie bekommen die Filme. Und jetzt kommt keiner ins Kino. Ich weiß nicht, ob es attraktiv ist, einen Film durch eine dreckige Autoscheibe zu betrachten und über das Radio den Ton dazu zu hören. Knutschen kann ich auch zu Hause.

Ein großer Verführer und ein großer Schauspieler ist gestorben, Michel Piccoli. Ich mochte ihn immer sehr, seine Gesten, seine Mimik hatten immer was Anziehendes und Hintergründiges. Mit Romy Schneider war er immer ganz besonders gut.

Großartige Geste bei 1:30.

Wenn man Französisch kann….

Die schöne Querulantin gibt es gerade auf ARTE. Es geht um Liebe, Körper und Kunst, in umgedrehter Reihenfolge. Wunderschön: Emmanuelle Béart.

8 Gedanken zu “Corona sechsunzsechzig

  1. Ich mag die Atmosphäre von Autokinos. Niemand quatscht rein, kein Handy klingelt. Allein zu zweit im Dunklen, dazu ein schöner Film hat noch immer seinen Reiz für mich. Es wär sogar egal, wenn ich schon eine Pyjama-Hose anhätte. Na ja, bei einer späteren Polizeikontrolle vielleicht doch etwas peinlich.

  2. Großartig, Ihr Kommentar zum Autokino, sehr gekichert beim Lesen.
    Und ich hoffe, hoffe sehr, dass es gut geht mit der Öffnung der Schulen, auch wenn sich rundum so viele zu nahe kommen und die realistische Seite in mir eher die zweite Welle erwartet …

  3. Ich war auch noch nie ein Freund des Autokinos – soo bequem sind die Autositze nun auch wieder nicht und knutschen kann man anderswo deutlich besser. Aber es scheint da echte Fans zu geben.
    Ach ja, die Schulöffnungen. Die 6. Klasse des „kleinen“ Kindes wurde in 2 Gruppen geteilt, die im wöchentlichen Wechsel unterrichtet werden. Es ist aus meiner Sicht trotzdem unrealistisch, dass Kinder jederzeit die Abstände und die Hygienevorschriften einhalten werden. Die Kinder aus der ersten Gruppe berichteten schon von Freistunden mit fehlender Aufsicht. Mal sehen, wie lange das gut geht. Ich habe kein gutes Gefühl, würde mich aber gerne irren.
    Ansonsten im Alltag von Masken abgesehen scheinbare Normalität. Gestern ca. 30 Jugendliche auf der örtlichen Skaterbahn, Mindestabstand Fehlanzeige. Unverständnis auch für die aus meiner Sicht übereilte und nahezu gleichzeitige Lockerung aller bisherigen Maßnahmen bis hin zu (wahrscheinlich) europaweitem Sommerurlaub. Wer will dann noch Infektionsketten nachverfolgen? Eine zweite Welle (spätestens im Herbst, dann vllt. schon wieder mit der Grippe zusammentreffend) scheint mir so unausweichlich.

    • Die Welle wird kommen, und dann tun alle überrascht. Da hat man den Herr Drosten für teuer Geld studieren und forschen lassen, und jetzt hört keiner mehr auf ihn. Schade, aber nun.
      Ne Bekannte ruft immer beim Ordnungsamt an, wenn sie einen Klumpen junger Menschen ohne Mundschutz antrifft.

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