Corona siebenundzwanzig

Vor achtzehn Tagen habe ich schon mal berichtet, wie Menschen in anderen Ländern diese Zeit erleben. In Corona neun habe ich von Christine in Cannes und Wolfram aus dem Südwestern Frankreichs berichtet.
Jetzt möchte ich das Blog Berlin 8900 km vorstellen. Claudia ist mit einem Japaner verheiratet und lebt in der Nähe von Tokyo. Sie erwarten ein Baby. Und sie erklärt vieles sehr Interessantes aus dem alltäglichen Leben.

Ein Ehepaar und ihr kleiner Sohn lebten drei Jahre in Singapur. Sie sind jetzt auf dem Weg zurück nach München. Auf dem Landweg. From Singapore to Munich

Marion und Alexander sind nach Dänemark gezogen und berichten von ihrem Leben dort. Meermond nenne sie ihr Blog. Die Fotos vom blauen Meer sind gigantisch.

Durch Smilla Dankert habe ich bei Twitter einen Artikel gefunden, in dem ein wütender schweizer Arzt die Fehler des Westens analysiert. „Die lässige Grosszügigkeit, wenn andere sterben, ist in unserer Gesellschaft nicht zu übersehen.“

Ansonsten sind jetzt die ersten Erntehelfer da aus Rumänien. Es gibt strenge Auflagen, die dürfen die Höfe nicht verlassen. Ob das den Spargel wert ist? Bisher gibt es noch keinen im Supermarkt.
Allerdings haben sie jetzt wieder Discopersonal als Security. Sie schäkern mit den jungen Kassiererinnen und weisen Kunden zurecht. Eine der Kassendamen zwinkert mir zu. Er hat ein unglaubliches Selbstbewusstsein, meinte sie.
Ja, antwortet ich, er hat bestimmt lange dafür gebraucht.
Er schaut sehr irritiert: Mir hat es noch nie geschadet.
Kommt noch, dachte ich, kommt noch.

So, jetzt noch ein paar gesungene Tulpen.
Mit Heintje.

Corona sechsundzwanzig

Rundmails kommen, ob man denn für jene oder jenen Masken nähen könne. Ich könnte, ich möchte aber nicht. Die einzige andere Frau, die ich kenne,  und auch nähen kann, möchte auch nicht.  Sie helfen nicht viel, Illusionen. Der Spiegel berichtet. A307E095-BFBF-4955-9420-23816AF1D4A4

Die Wirkung ist mit der der OP Maske nicht zu vergleichen. Und sie fangen nur meinen Schnodder auf. Was vielleicht auch nicht schlecht ist.
Mein Schal hat also die Hälfte der Wirkung der OP-Maske. Naja, vielleicht überlege ich es mir noch anders.

Jedenfalls was heute Lammbacktag. Die ersten beiden habe ich zu schnell aus der Form raus. So musste ich die abgebrochenen Köpfe mit Zahnstochern fixieren. Und sie sind zu niedrig. Vielleicht klebe ich sie auch noch mit Marmelade an, mal sehen. Mit den andern beiden war ich zu vorsichtig, sie sind leider etwas bleich. Der Puderzucker und die Fahne werden es richten.

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Ansonsten gab es gestern einen wunderbaren unwirklichen Mond, den ich leider nicht gut fotografieren konnte. Das war er, hinter der Magnolie.

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Der Frühling tut was er kann. Veilchen, Narzissen, japanische Pflaume, Pfirsichbäumchen, Ahorn. Und die Kirsche fängt auch schon an. Welche Freude!

 

PS: Es scheint in der Luft zu liegen. Aufildesmots  macht auch in Vollmond und Masken ;). Ich mochte ihren Wolfskrimi sehr und bin seither Fanin (oder wie heißt ein weiblicher Fan?).

 

Corona fünfundzwanzig

Was man so alles findet beim Rumschauen im Netz.
So bin ich auf eine Sinti- und Romaseite gelangt.
Über die Frauen steht da:
„Der Oberkörper ist rein, deshalb kann eine Frau ohne Scham in der Öffentlichkeit einem Kind die Brust geben. Doch darf zum Beispiel der untere Rand ihres Rocks keinen Mann berühren.“
Der weibliche Körper.
Kinder durften nicht in Gebäuden geboren werden, sondern draußen auf Stroh. Das später verbrannt wurde.
„Zum Beispiel ist es vorgekommen, dass staatliche Behörden Roma Wohnungen angeboten haben. Doch die Roma konnten in diesen Wohnungen nicht leben. Warum? Es waren Wohnungen in mehrstöckigen Häusern, das heißt, dass Frauen sich über Männern befunden hätten.“ Diese Seite bietet noch mehr Interessantes.
Wer weiter lesen mag Seite der Uni Graz.
Wussten Sie, dass ein ein Dokumentationszentrum der Sinti und Roma in Heidelberg gibt? Ich nicht!
Wie ich auf das das Thema kam?
Ein wunderbarer Film auf ARTE über die Tänzerin La Chana, ihre Kraft, ihre Interpretation des Flamenco und ihre Zwänge als Frau in einer Romafamilie. La Chana – Mein Leben, ein Tanz, in der Mediathek auf Deutsch.
Hier auf Spanisch:

La Chana

Vom klimaneutralen Abenteuerurlaub mit Familie berichtet Schreiben wärmt.

Ansonsten war wieder ein warmer sonniger Tag hier. Der Himmel war strahlend blau. Ich war draußen am Nachmittag und bin schon ein bißchen braun. Der Vormittag fand wieder am Rechner statt, mit Schulzeugs halt.
Ansonsten eben Telefonate mit nahen und fernen Freunden. Wie schön!