Was kann man tun? Was darf man tun? Was macht Freude? Zeit haben wir, wegfahren entfällt. Im Wald spazieren gehen und dabei mit der Metallsonde den Boden untersuchen, das könnte man. Bei so einer Aktion wurde eine vermeintliche Schreibmaschine gefunden, sie sich als Verschlüsselungsmaschine entpuppte. Das Deutsche Museum hat sie jetzt und hat ein Podcast darüber gemacht.
Gestern freute ich mich über meine günstigen Tulpen. Und gestern sah ich in der Tagesschau, dass man in den Niederlanden die Sträusse schreddert. Arboretum hat es auch gesehen.
Ich habe einfach das Tagesschaubild abfotografiert.
The Nanny, die Avonvertreterin, die zur Nanny der Kinder des Hollywoodproduzenten Sheffield wurde. Viele kennen die Serie. Die Schauspieler aus der ersten Sendung spielen sie in einer Videokonferenz nach: bezaubern. Miriwi aus Twitter hat mich darauf gebracht.
Ansonsten war heute Frau Merkels erste Pressekonferenz nach der Quarantäne. Und mein erster Ferientag, an dem ich mich immer noch mit der versprengten Schülerschaft beschäftige. Aber es wird besser, ganz bestimmt.
Jetzt bin ich schon mehr als drei Wochen unter Verschluss. Man gewöhnt sich tatsächlich daran. Ich brauche für alles länger, habe ja Zeit. Die Taktung ist nicht mehr vorhanden. Was allerdings sein muss, ist gutes Essen zu passenden Zeiten. Herr croco hat viel Stress und so soll er sich auf gutes Essen freuen. Leider gibt es noch keinen Spargel. Unsere heimischen Spargelfelder haben keine Stecher mehr. Die Polen und Rumänen sind zuhause und dürfen nicht raus. Andere kann man nicht gebrauchen, sagen die Bauern. So dürfen jetzt doch 40.000 eingeflogen werden über den Flughafen Hahn im Hunsrück. Ganz strenge Sicherheitsvorschriften werden gelten. Mal sehen, wie die Leute untergebracht werden. Die Hotels sind ja frei. Und ich bin gespannt, wie jetzt die Osterwoche wird. Ob die Leute wirklich zuhause bleiben. Ich könnte ja die Motorräder zählen, die durch das Dorf donnern.
Mir wird ja nicht langweilig. Ich habe genug rumzuwurtscheln im Haus und drumrum. Gestern habe ich überall trockene Stängel der Stauden aus den Beeten geholt, sie sehen jetzt tippitoppi aus, die Terrasse gefegt und den Küchenplatz mit heißem Wasser geschrubbt. Ich konnte am Abend kaum noch aufrecht gehen. Heute ist alles wieder gut, weil ich ziemlich faul war und nur telefoniert habe. Naja gut, ich habe eine Lämmchenform gesucht. Die eine ist da, der andere Karton fehlte. Ich habe den Haushalt durchwühlt inclusive des Bermudakellers. Dort fing ich dann an Zeugs zu sortieren. Es gab ein bißchen Krise, bis Herrn croco einfiel, dass er die Lämmchenformen zusammen in einen Karton gelegt hat, sie passten genau ineinander. Und den anderen Karton weggeschmissen hat.
Mein Lieblingsmuseum, das Senckenberg in Frankfurt, sucht noch Menschen, denen langweilig ist und die gerne bolivianische Wildkameras durchstöbern. Wenn sie ein Tier finden, sollen sie es anhand einer Kriterienliste einordnen. Wenn man sich nicht sicher ist, kann man auch Wissenschaftler um ein Review bitten. WildLIVE Finden Sie den Jaguar!
Die deutschen Inseln sind geräumt, die Hotels sind zu, die Küste ist dichtgemacht. Alles blau und weiß und grün, und später nicht mehr wahr. Keiner kann es anschauen zu Zeit. Man vergisst einfach, wie schön es ist. Das Lied zum fehlenden Strand….
Das Benzin kostet jetzt 1,12 € und ein Arm voller Tulpen, fünfzig Stück, gerade mal 9 Euro. Brot und Tulpen. Genau das braucht man dieser Zeit. Ein wunderbarer Film ist das.
Die Zeitung wird immer dünner. Das Krankenhaus pflegt eingeflogene Italiener, weil sonst noch nichts los ist. Das Land braucht etwas länger. Es leben weniger Leute und weiter entfernt . Geburtstage sind die Großereignisse und Nachrichtenumschlageplätze. Dort im Rahmen der erweiterten Verwandtschaft erfährt man alles, was so an Geschichten und Gerüchten durch die Wälder und Felder wogt.
Auf den Straßen der Stadt ist es heute ruhig, vor dem Supermarkt steht eine Schlange aus Menschen und Einkaufswagen. Im Baumarkt gibt es Palmen, Blumenerde und tatsächlich Riesenpackungen Toilettenpapier. Die Kassiererin freut sich, als wir ihr das Kleingeld lassen. Alle haben jetzt Schüsselchen für Scheine und Münzen. Die Kartenzahlung ist gewünscht, macht aber kaum einer. Hier zählt noch Bares. Karte fühlt sich unsolide an.
Auf der Landstrasse rauschen die Motorradfahrer vorbei. Hierher kommt man aus den Ballungsräumen um Serpentinen zu fahren, und mal ein paar schrottige Strassen zu erleben. Bingo. Eine Superidee. Die Bikerkneipen sind zu, alle Treffpunkte sind zu. Der WDR predigt den ganzen Tag: keine Ausflüge nach Holland, nicht ins bergische Land, nicht an die Ahr. Eine Bürgermeisterin sagt, dass sie Touristen liebe, aber jetzt wollen sie sie nicht hier haben auf den Wanderwegen. Zuhause heißt zuhause. Wenn das bloß nicht schief geht.
Jetzt noch ein bißchen tanzen, dann ist der Tag ein guter Tag.